Seit ein bisschen mehr als einem Jahr habe ich nun nicht mehr Fußball beim SV Drewen 71 gespielt – meiner Heimmannschaft in Brandenburg – und ich merke dass es mir fehlt. Nicht nur die Bewegung, sondern auch die Gemeinschaft!
Bewegung und Sport könnte ich jeder Zeit haben, ich tue es bloß nicht. Schande auf mein Haupt. Ich habe ein Schwimmbad vor der Nase, ein Fahrrad im Keller eine Klimmzug-Stange im Flur und Laufschuhe im Schrank. Ohne Probleme könnte ich mich fit halten. Ich tue es bloß einfach nicht. Ich bin faul und so langsam merke ich die Konsequenzen!
Nicht das ich fett werden würde oder dergleichen, das wird mir nie passieren
! Nein, ich bin einfach nicht mehr so leistungsfähig wie damals in der Bundeswehr oder im Anfang des Studiums. Am Wochenende bin ich wieder in Brandenburg gewesen und habe meine Mutter, Vater und Bruder besucht. Auf dem Land ist quasi jeder in einem Sportverein, wer es nicht ist und es nie war, der kommt für mich nicht vom Land… Ich bin also Mitglied beim SV Drewen 71 e.V. und habe dort in meiner Jugend und in den ersten beiden Semestern während der Uni Fußball gespielt. Abwehr und Torwart. Während der Bundeswehrzeit hatten wir eine Mannschaft in der Kaserne.
Zurück zum vergangenen Wochenende. Ich bin als mit meiner Mutter und meinem Bruder zum Auswärtsspiel gegen den SV Maulbeerwalde II gefahren. Vor Ort gab es wie üblich das Problem, dass bei Auswärtsspielen die weit vom Heimatort entfernt liegen viel zu wenig Spieler auftauchen. Hätte ich meine Fußballschuhe und meine Knieschoner dabei gehabt, wäre ich definitiv aufgestellt worden und hätte jetzt bestimmt ein paar ordentliche blaue Flecken!
Also war ich wie üblich wieder nur Zuschauer, jedoch von der Seitenauslinie und ständig in Bewegung. Ich habe nämlich die Aufgabe des Linienrichters übernommen. In den unteren Kreisklassen gibt es lediglich einen Schiedsrichter. Die Linienrichter werden von zwei Freiwilligen gestellt. Meist stellt jedes Team einen. Meine Aufgabe war es also den gegnerischen Sturm zu beobachten und auf Abseits und Seitenaus zu entscheiden. Hört sich nicht sehr spannend an, fordert einen dann aber doch sehr wenn man es ordentlich machen möchte. Und so ein Kerl bin ich
! Also immer schön den Acker rauf und runter rennen und auf der Linie des letzten Mannes bleiben um ja korrekte Abseitsentscheidungen geben zu können.
Ich muss sagen, dass hat mir eine Menge Spaß gemacht. Nicht dass ich das zum ersten Mal gemacht hätte, aber nach so langer Zeit in der ich mich kaum länger “sportlich” bewegt habe als ich unbedingt musste war es sehr erfrischend. Und weil mir das soviel Spaß bereitet hat, folgende Schlussfolgerung:
Ich werde Schiedsrichter!
Voraussetzungen um dass hier in Berlin machen zu können:
- Mitglied in einem Berliner Fußballverein sein
- 25h Ausbildung in Regelkunde
- Schriftlicher Test
- Sportlicher Test, 1.400m in 8 Minuten
Meinen Leuten in Brandenburg wird es sicherlich nicht gefallen, dass ich Schiedsrichter in Berlin und nicht in Brandenburg werden will, doch ich habe einfach keine Lust jedes 2. Wochenende irgendwo in Brandenburg Spiele zu pfeifen und dafür stundenlang durch die Gegen zu fahren…
So und um wieder auf das eigentlich Thema zurück zu kommen… Ich brauche endlich wieder Sport ^_^ !